Die Ausbildereignung im Gartenbau

Studierender bei der Arbeitsunterweisung

Wie funktioniert die Ausbildung der Ausbilder?

Die Ausbildereignung ist neben dem gärtnerischen Fachwissen und der Betriebswirtschaft ein Schwerpunkt bei der Meisterprüfung.

Die Ausbildereignung - ein wichtiger Grund zum Schulbesuch

Zu Schulbeginn in Landshut befragen wir die Studierenden nach den Gründen des Schulbesuches. Die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb oder die angestrebte Tätigkeit als Ausbilder ist ein häufig genannter Grund für den Schulbesuch. Die zukünftigen AusbilderInnen kommen also überwiegend motiviert zur Schule.

Verteilung auf verschiedene Fächer

Im Unterricht des Faches Berufsausbildung und Mitarbeiterführung werden - grob vereinfacht dargestellt - drei Themenbereiche angesprochen: Rechtsgrundlagen, allgemeines pädagogisches Wissen, praktische Arbeitsunterweisung. Das zur Unterweisung erforderliche gärtnerische Fachwissen wird vorausgesetzt oder im Fachschulunterricht vermittelt.

Die Meisterprüfung im Fach Berufsausbildung und Mitarbeiterführung

Die bundesweit geltende Meisterprüfungsverordnung wird bei uns wie folgt umgesetzt:

  1. Die zukünftigen Ausbilder reichen drei Themen zur Prüfung ein. Davon wird eines ausgewählt und zugeteilt.
  2. Die Studierenden haben sieben Tage Zeit, um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen.
  3. Für die Unterweisung stehen 60 Minuten zur Verfügung. 20 Minuten davon können für die Einrichtung und Wiederherstellung des Arbeitsplatzes genutzt werden. Der Unterweisung schließt sich ein 30-minütiges Fachgespräch an. Hier erläutert und begründet der Prüfungsteilnehmer seine Vorgehensweise. An dieser Stelle können auch Fragen zur Mitarbeiterführung gestellt werden.
  4. Weiterer Bestandteil der Prüfung ist eine 3-stündige Klausur.

Die Schriftliche Prüfung wird einfach gewertet. Die Unterweisung doppelt.

Training mit unbekannten Auszubildenden

Die Fachschule Landshut-Schönbrunn arbeitet beim Training der Arbeitsunterweisung unter anderem mit Jugendlichen aus nahe gelegenen Berufsbildungswerken, die zu Fachwerkern ausgebildet werden. Davon profitieren alle Beteiligten.

Die Ausbilder müssen sich auf einen unbekannten Auszubildenden einstellen. Dabei wird die notwendige Sensibilität verlangt. Die zukünftigen Fachwerker bekommen etwas mit vom Wissen der oft erfahrenen Fachschüler.

Die Vier-Stufen-Methode

  • vorbereiten
  • vormachen
  • nachmachen
  • üben

Bei der klassischen Vier-Stufen-Methode wird zunächst das Ausbildungsziel und die Ausgangssituation beschrieben. Günstig ist es, den Auszubildenden hier bereits zur Arbeit zu motivieren. Daraufhin macht der Ausbilder den Arbeitsgang vor. In der nächsten Stufe macht der Auszubildende die Tätigkeit nach. Im letzten Schritt wird der Lernprozess durch Übung verfestigt. Diese Methodik eignet sich aus schulischer Sicht zum Einüben von praktischen Fertigkeiten.

Leittext-Methode - Arbeit mit Gebrauchsanweisung

Mit der Leittext-Methode sollen sich die Auszubildenden - vereinfacht ausgedrückt - das Wissen mit Hilfe geeigneter Unterlagen (Leittexte) selbst beibringen.

Dies verlängert den Lernprozess auf den ersten Blick. Aus pädagogischer Sicht kann das selbstständige Lernen aber zu guten Erfolgserlebnissen und zu besseren Behaltenswerten führen. Manch einer kennt vielleicht das Erfolgserlebnis, wenn der neue DVD- oder Video-Rekorder mit Hilfe der Gebrauchsanweisung (=Leittext) seine Arbeit aufnimmt

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